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 Kanzlei Dorothea Lausen

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Recht / Arbeits-/Sozialrecht 
Montag, 10.05.2021

Kein Anspruch auf Kostenübernahme von Krankenkasse für Haarwuchsmittel

Das Hessische Landessozialgericht entschied, dass der Anspruch auf Krankenbehandlung nicht Arzneimittel umfasst, die überwiegend zur Verbesserung des Haarwuchses dienen. Dies gelte erst recht, wenn das zur Behandlung von Haarausfall verordnete Arzneimittel hierfür gar nicht zugelassen ist (Az. L 1 KR 405/20).

Im Streitfall litt ein 31-jähriger Versicherter an Haarlosigkeit. Nach verschiedenen erfolglosen Therapien beantragte er bei seiner Krankenkasse die Übernahme der Kosten für ein zur Behandlung von Arthritis zugelassenes Medikament, welches – als Nebenwirkung – u. a. den Haarwuchs verstärkt. Die Krankenkasse war der Ansicht, dass Arzneimittel, die überwiegend der Verbesserung des Haarwuchses dienten, von der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen ausgeschlossen seien. Die Vorinstanz sowie das Hessische Landessozialgericht gaben der Krankenkasse Recht.

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