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Recht / Zivilrecht 
Montag, 10.05.2021

Schaden an der Mietsache: Für Schadenersatz muss Vermieter dem Mieter Beschädigung nachweisen

Vermieter müssen nachweisen können, dass eine Mietpartei einen Schaden verursacht hat. Ansonsten kann kein Schadenersatz verlangt werden, denn bei strittigen Sachverhalten trägt die Vermieterpartei die Beweislast. So entschied das Landgericht Stuttgart (Az. 32 C 2844/19).

Mieter und Vermieter stritten um die Kosten für die Reparatur eines Rollladens. Die Vermieter machten vor Gericht Schadenersatz wegen Beschädigung geltend und wollten die Kosten für die Notreparatur in Höhe von rund 230 Euro und die Kosten für weitere Reparaturen in Höhe von rund 550 Euro vom Mieter erstattet bekommen. Das wies dieser zurück. Der Rollladen sei jederzeit bestimmungsgemäß benutzt worden. Die Ursache für den Schaden sei ein Defekt in der Rollladenmechanik, auf die der Mieter keinen Zugriff habe.

Das Gericht entschied, dass die Vermieter keinen Anspruch auf Schadenersatz haben. In strittigen Fällen liege die Beweislast, dass die Schadensursache im Obhutsbereich des Mieters liege, beim Vermieter. Hierfür müsse der Vermieter die Möglichkeit anderer Schadensquellen entkräften. Der Vermieter habe aber nicht nachgewiesen, dass der Schaden nicht auf Verschleiß beruhte. Aufgrund des Alters des Rollladens von mehr als 20 Jahren sei ein Verschleiß der Mechanik allerdings naheliegend.

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